Bayerns Wirtschaft und Beschäftigung

Bayerische Betriebe sind sehr gut ausgelastet. Dieser Trend wird sich nach Einschätzung von 28 Prozent der bayerischen Unternehmen in den nächsten 12 Monaten fortsetzen. Infolgedessen wollen an die 25 Prozent der Unternehmer weitere Arbeitnehmer einstellen. Kritisch gesehen werden dagegen Fachkräftemangel, wirtschaftspolitische Faktoren und der Flächenverbrauch. (16.02.2018)


Bayerische Wirtschaft 2018

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München, 16.02.2018 | Gute Perspektiven für bayerische Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die positive Konjunkturentwicklung wird dazu führen, dass mehr Arbeitskräfte eingestellt werden müssen, laut Aussage von 28 Prozent der bayerischen Unternehmen. Man erwartet auch im Jahr 2018 eine positive Auftragsvergabe bzw. Nachfrage nach bayerischen Produkten aus dem In- und Ausland.

“Der breite wirtschaftliche Aufschwung im Freistaat geht in sein sechstes Jahr. Ein Ende ist nicht absehbar” nach BIHK – Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. Der Mitarbeiterstamm solle bei 25 Prozent der Unternehmungen erweitert werden.

Nicht nur Chancen für Bayerische Wirtschaft

Diese positive Stimmung wird jedoch durch die Sorgen und Befürchtungen der Unternehmen eingetrübt. Wirtschaftspolitische Faktoren wie die schwierige Regierungsbildung oder das Fehlen einer Zukunftsvision von Seiten der Bundesregierung stellen Risikofaktoren dar. “Es dürfen nicht nur Bestandspflege und Verteilungsfragen im Mittelpunkt stehen”, laut BIHK Chef. Kritisch werden auch die Pläne zur Befristung von Arbeitsverträgen und die Diskussion zur Flächennutzung beurteilt. “Die Statistiken belegen, dass die öffentliche Hand der Arbeitgeber ist, der Befristungen am intensivsten nutzt – weit mehr als die Wirtschaft. Das heißt, die Politik kann das Problem zum Großteil selbst lösen”, so Driessen.

Desweiteren wird die diskutierte Obergrenze für den so genannten Flächenverbrauch im Bund und Bayern kritisiert. Laut BIHK – Chef nimmt Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen nur 1,0 Prozent der Gesamtfläche Bayerns in Anspruch. Ganz anders sieht es bei Wohngebieten aus, die 3,0 Prozent der Gesamtfläche belegen und von 2011 bis 2015 deutlich höhere Zuwachsraten als Gewerbeflächen aufwiesen. “Das wäre der Einstieg in eine zentral gelenkte Planwirtschaft und wohl auch Flächenkontingente für Wohnungen, Arbeitsplätze, Freizeiteinrichtungen und Straßen.” so BIHK – Chef Peter Driessen.

(sv)


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